Ist möglich!

Festival Sponsoring ist das Marketing-Instrument der Stunde, wenn es darum geht, die junge Zielgruppe zu erreichen. Das haben wir schon ausführlich hier besprochen. Allerdings sollte es um mehr gehen, als nur möglichst vielen Menschen vor Ort die Marke vorzuführen. Marketing bedeutet auch, seine Potenziale zu kennen und diese zu nutzen. Am besten mit einem engmaschigen Marketing-Mix, der in seinen Bestandteilen ineinandergreift. Und letztendlich geht es natürlich um die Maximierung des Umsatzes. 

Zurück zum Festival: Das Sponsoring eines Festivals ist – wie erwähnt – DAS zeitgemäße Instrument für die Zielgruppenansprache. Wenn die Aktivierung samt Story stimmt. Was trotzdem viele Marken abhält? Ein Festival-Sponsoring ist nicht gerade günstig. Warum also – den ROI im Hinterkopf – nicht die eigenen Produkte auf Festivals verkaufen, um einen Teil der Aktivierungskosten zu refinanzieren? 

Bei Produkten, die ohnehin vor Ort konsumiert werden, wird diese Praxis schon länger umgesetzt. Natürlich ist es z.B. für Brauereien, Tabak- oder Spirituosen-Hersteller auch einigermaßen einfach. Für die die meisten anderen Produkte galt es aber lange Zeit als unrealistisch bis unmöglich, überhaupt Umsätze auf dem Festivalgelände zu erzielen. Für Brands aus dem Umfeld Fashion war es traditionell besonders schwer, den Besucher davon zu überzeugen, mehr als ausschließlich Merchandising zu kaufen. 

Wir haben allerdings festgestellt, dass sich das Konsumverhalten des Festivalbesucher inzwischen deutlich geändert hat. Vor allem für Fashion-Brands. Denn Festivals eignen sich mittlerweile sehr wohl, um die Aktivierung auch mit einem Shopping-Erlebnis zu kombinieren. Mittlerweile sind Festivals die wichtigste Offline-Plattform der Selbstinszenierung. Und Mode ist der Transmitter zwischen den Künstlern und ihrem Publikum, das sich dank Instagram und TikTok selbst zum Star erhebt.

Wir waren in den letzten Jahren für Snipes auf den führenden Hip Hop Festivals in Deutschland, Holland und der Schweiz unterwegs und haben ein umfassendes Shop Konzept umgesetzt. Eine wesentliche Erkenntnis war, dass eine hohe Begehrlichkeit der Marke an sich in Kombination mit den passenden Produkten für Festivalbesucher eine zündende Kombination darstellt. Snipes befeuerte die Begehrlichkeit zudem mit limitierten Produkten. Hinzu kam, dass der Retailer – in enger Zusammenarbeit mit dem Veranstalter – auch das Künstler- und Festivalmerchandising in den Shop eingebettet hatte. Wovon auch wiederum die Veranstalter profitiert haben. Alles in allem führte dies dazu, dass sich bereits kurz nach Doors Open endlose Schlangen vor dem Shop bildeten. Wo früher der Rush Richtung Hauptbühne ging, ist es heute die Zugkraft von limitiertem Apparel, das die Massen anzieht.

Die Marke muss aber weder aus dem Bereich Fashion stammen, noch ein Schwergewicht wie Snipes sein. Vielmehr ist es die Erkenntnis, dass Festivalbesucher davon erfahren müssen, dass es ein spezielles, für das Festival angepasstes Angebot gibt. Dass Shopping nicht nur Shopping, sondern auch Erlebnis sein muss. Dass dieses Erlebnis in die Kultur des Festivals eingebettet wird. Und zu guter Letzt, dass man eine glaubwürdige Story vor Ort erzählt. Dann wird man als Marke Teil des Festivals und wird von Seiten der Besucher als solcher wahrgenommen und wertgeschätzt. Und ist eine Marke an diesem Punkt angekommen, macht es Sinn, seine Produkte zu verkaufen und die Begehrlichkeit in den regulären Handel zu verlängern.

Wir bei Bonoer sind spezialisiert auf die Entwicklung von uniquen Festivalaktivierungen. Wie ein schlagkräftiges Konzept aussieht hängt von vielen Faktoren ab. Erwartungshaltungen müssen abgeglichen, Zielsetzungen formuliert werden. Eine Festivalaktivierung ist ein kleinteiliges Projekt, das nur dann seine ganze Wucht entfalten kann, wenn alle Kanäle und Instrumente ineinandergreifen. Denn bei der Umsetzung soll jedes Detail überzeugen. Aber all das können wir gerne in einem persönlichen Gespräch gemeinsam erörtern.